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Ratings of SilverStone DS223, USB-C 3.1 (SST-DS223/71112)

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ratings (1)

3.0 of 5 stars
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  • 3.0 philj on

    Funktioniert OK, hat aber diverse Schwächen

    Ich verwende das Ding nun schon rund ein Jahr; es funktioniert eigentlich schnell und zuverlässig, es hat aber viele kleine Nachteile, wodurch es mir schwerfällt, es wirklich zu empfehlen.

    Einige wichtige Tatsachen/Merkmale:

    * Die Gehäuseverarbeitung ist in Ordnung, die Außenteile bestehen aus wertigem Aluminium, eindellen oder quetschen kann man da so schnell nichts. Die Außenkanten der Front- und Rückenplatten sind nicht besonders abgerundet, bei meinem Exemplar reibt sich hier teilweise die schwarze Farbe ab. Vielleicht lieber zum silbernem Modell greifen, ich nehme an das ist nicht lackiert. Das Gehäuse ist deutlich höher (dicker) als 2 gestapelte 2,5"-Festplatten, Mobilität ist also nicht gerade optimal. Dank der harten Außenkanten sollte man vorsichtig sein, womit es in der Tasche Kontakt hat, ich könnte mir vorstellen, dass das Ding mit etwas Druck durchaus Schrammen/Dellen in einen Laptop machen könnte.
    * Das Gehäuse hat einen eingebauten Lüfter, der immer läuft, solange eine USB-Verbindung zum eingeschalteten Rechner besteht. Der Lüfter ist durchaus hörbar - jetzt nicht übermäßig störend, aber im leisen Büro deutlich bemerkbar. Abschalten lässt er sich nicht.
    * Um ans Innere zu gelangen, muss man die Frontplatte abschrauben. Die Laufwerke werden je mit einem Plastikschlitten verschraubt, die dann eingeschoben werden. Aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, haben die Schrauben für die Frontplatte Torx-Köpfe (Schraubendreher hierfür liegt bei), die Schrauben für die Laufwerke haben Philips/Kreuzköpfe. (Schraubendreher liegt NICHT bei)
    * Laufwerke mit 12,5mm Bauhöhe, wie im Datenblatt beworben, sollten problemlos passen. Leider gibt's diese Größe heutzutage quasi nicht mehr. Alle aktuellen 2,5"-Platten mit mehr als 2TB scheinen 15mm dick zu sein, so etwa auch die Toshiba MQ mit 3TB. Die passt tatsächlich nicht in den unteren Laufwerksschacht, aber im oberen geht es sich knapp aus! Ob andere 15mm-Platten Platz haben, kann ich nicht sagen, die Toshiba berührt an den abgerundeten Kanten der Oberseite zwar nichts, aber es ist eine Frage von Millimeterbruchteilen, es kann also leicht sein, dass andere Modelle minimal größer sind - vielleicht nicht so abgerundet - und dann nicht passen.
    * Ich habe das Gerät bisher nur im JBOD-Modus (2 unabhängige Laufwerke) benutzt, nicht als Hardware-RAID, zu letzterer Funktion kann ich also nichts sagen. JBOD erscheint jedenfalls zuverlässig als 2 unabhängige Laufwerke, man kann auch problemlos mit nur einem eingelegten Laufwerk arbeiten.
    * Das Gehäuse verbindet sich, geeignete Host-Buchse vorausgesetzt, tatsächlich per USB 3.1 Gen2 (10Gbit/s) mit dem Rechner und meldet sich als UAS-Gerät an. Ich habe keine Benchmarks durchgeführt, es fühlt sich aber in der Verwendung durchaus flott an.
    * Das Gehäuse hat eine Buchse für ein externes Netzteil (kleiner Hohlstecker, 5V DC), dieses liegt aber nicht bei. Bei 2 SSDs klappt die reine Bus-Stromversorgung recht unproblematisch, bei 2 Festplatten hängt es stark vom USB-Versorger ab. Verlassen würde ich mich nicht darauf. SSD + HDD funktioniert, aber die Initialisierung dürfte dann recht langsam vonstatten gehen, wodurch man das Laufwerk beispielsweise nicht als Startlaufwerk für einen Mac verwenden kann weil die Firmware des Mac "aufgibt", nach dem Laufwerk zu suchen, bevor es vollständig initialisiert ist. Ich vermute mit geeignetem externen Netzteil sollte das alles kein Problem sein, aber warum das dann nicht gleich beigelegt ist, kann ich nicht nachvollziehen.
    * Hotplug/Hot-unplug der Laufwerksschlitten funktioniert NICHT. Das Laufwerk im anderen Schacht wird dann brutal zurückgesetzt, und man muss das ganze Gehäuse abstecken und neu anstecken, damit beide Laufwerke wieder erkannt werden. Also: immer alle Laufwerke im Betriebssystem auswerfen, USB abstecken, Laufwerke wechseln, neu anstecken.

    Einzeln gesehen ist keiner der Nachteile ein riesiges Problem, in Summe stellt sich dann aber die Frage, für welchen Zweck das Ding nun eigentlich entworfen wurde.

    Für den mobilen Einsatz ist es etwas zu klobig um wirklich praktisch zu sein. Ich habe immer Angst, damit etwas anderes in der Tasche zu beschädigen, Leichtgewicht ist es auch keines. (Aber eben auch nicht unverhältnismäßig schwer.)

    Für 2 SSDs mit je 7mm gibt es weitaus dünnere Gehäuse.

    Für 2 HDDs ist es auch nicht optimal: hier sollte man wirklich zum externen Netzteil greifen, und dann hat man erst wieder 2 Trümmer die man mit sich rumschleppen muss. Außerdem sind die 12.5mm-Schächte zu klein für ein riesen-Datengrab mit 2x3TB bis 2x5TB, dafür wären 2x 15mm nötig, somit gehen sich maximal 2+5TB aus. 2 Stück von den externen 5TB-Platten von Seagate nehmen weniger Platz ein, haben keinen Lüfter, und brauchen kein Netzteil. Die werden in der Tasche auch nichts beschädigen. Bloß belegen sie halt 2 USB-Buchsen.

    Für den mobilen Einsatz mit 1x SSD und 1x HDD ist es halbwegs okay, aber ich denke die meisten wären mit 2 Geräten besser beraten, insbesondere da es ja mittlerweile USB-Gehäuse für M.2-SSDs gibt, die sind dann noch einmal deutlich kleiner und mangels SATA-Flaschenhals auch flotter.

    Für den stationären Einsatz ist es auch OK, aber hier kann man gleich zu einer 3,5"-Platte greifen, die sind schneller und bieten mehr Platz als 2 2,5"-Platten.

    Es bleibt also ein durchwachsener Eindruck - keine fatalen Schwachstellen, aber es scheint, als hätten die Designer versucht, alle möglichen Einsatzzwecke abzudecken, und dadurch dann aber keinen davon besonders gut bedient.
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