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Ratings of Raijintek Asterion Classic black, glass window (0R200047)

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  • 4.0 via Mindfactory on

    Wer ein neues Gehäuse für seinen PC sucht, der sieht …

    Wer ein neues Gehäuse für seinen PC sucht, der sieht sich mit einer Flut an Angeboten konfrontiert, wo es nur schwer ist den Überblick zu gewinnen. Aktuell finden sich hier im Shop über 500 Midi-Gehäuse mit ATX Formfaktor, für jeden Geschmack etwas dabei.
    Meine Ansprüche an das Gehäuse waren recht spezifisch cleanes design, Sichtfenster und Aluminium sollten es sein. Besonders stark vertreten in diesem Segment sind IN WIN und Lian Li, doch die Preise hier gehen ganz schnell über 200 Euro.
    Umso interessanter wurde der Hersteller Raijintek für mich, von dem ich zuvor noch nichts gehört hatte, doch er erfüllte meine Kriterien und bot dazu noch einen günstigen Preis. Die Entscheidung war gefallen

    Geliefert wurde ein großer Karton, unverkennbar mit welchem Inhalt - Abbildungen und Namen ließen sich von jeder Himmelsrichtung aus erkennen. Im Inneren befand sich dann das Gehäuse, verpackt in Folie, Vorder- und Rückseite zudem mit PE-Schaumstoff geschützt. Ein eher günstiges Material, weißt aber eine höhere Festigkeit als beispielsweise PU-Schaumstoff auf und eignet sich daher auch besser für den Transport. Transportschäden suchte ich daher auch vergebens, nicht mal einen Kratzer habe ich finden können.

    Das Design hatte mich für mich einen besonderen Stellenwert, denn in erster Linie soll mein PC ja auch gut aussehen. Im Vergleich zu meinem vorherigen Tower 490x200x530, einem Midi-Tower aus dem Hause Dell, ebenfalls mit Aluminiumpaneelen, wirkt der Asterion 515x230x460 gewaltig. Aber was mir anfangs nicht aufgefallen war, es handelt sich hier ja auch um ein E-ATX Modell, zudem noch für Wasserkühlung optimiert, da ist die Größe nicht verwunderlich.
    Die Seiten sind aus Echtglas gefertigt tempered glass und dunkel getönt, das Außengehäuse aus Aluminium mit einer ordentlichen Wandstärke. An den Seiten ist das Gehäuse sowohl oben als auch unten abgerundet, wodurch ein sehr symmetrisches Design entsteht. Auch an der Vorderseite findet sich eine solche Symmetrie, Power-Button und Herstellerlogo weisen die gleiche Größe auf und befinden sich gespiegelt von der Mitte des Gehäuses jeweils oben und unten. Platz für ein optisches Laufwerk blieb leider nicht.
    Etwas überrascht hat mich die Tatsache, dass die beiden Seitenfenster gleichermaßen getönt sind. An der Rückseite des Gehäuses macht es durchaus Sinn, man will ja nicht die verlegten Kabel sehen, doch an der Vorderseite hätte ich ein weniger getöntes Glas erwartet. Nachdem ich dann meine Hardware in das Gehäuse verbaut hatte und den PC in Betrieb nahm, zeigte die dunkle Tönung einen interessanten Vorteil Leuchtet im Inneren keine LED, so wirkt das Gehäuse undurchsichtig. Doch schalte ich den PC an und die drei, von Werk aus verbauten Lüfter mit LEDs fangen an zu leuchten, entsteht ein WOW-Effekt, denn plötzlich erkennt man das innere. Durch die starke Tönung bleibt es jedoch eher Schemenhaft, aber wer beim Build viel auf LEDs setzen will, der wird diesen Effekt und die Optik lieben!

    Die Montage ist bemerkenswert einfach, vormontiert sind bereits Gewinde für das ATX-Board und drei Lüfter mit LED-Ring. Das Glas von den Seiten wird durch 4 Schrauben gehalten, welche zum Schutz mit Gummi versehen sind, sodass keinerlei Schäden am Glas entstehen können. Das lösen geht einfach von Hand, doch hört hier auch schon die werkzeuglose Montage auf. Für mich kein wirklicher Kritikpunkt, denn ich habe bei der Montage ohnehin einen Schraubenzieher zur Hand, da kommt es mir auf eine Schraube mehr oder weniger nicht an. Weshalb auf der Website von werkzeugloser Montage von 3,5 HDD und Netzteil gesprochen wird, erschließt sich mir jedoch nicht. Der Innenraum ist recht geräumig, sodass alles seinen Platz findet. Ich bin kein Fan von Wasserkühlung, weshalb ich rein auf Luft setze. Aufgrund der Breite es Gehäuses finden hier auch stattliche CPU-Kühler bis zu 180 mm ihren Platz. Auch Grafikkarten mit einer Länge von 340 mm sind kein Problem. 360 mm Radiatoren lassen sich vorne und oben im Gehäuse platzieren, wobei in meinem Build 120 mm Lüfter diesen Platz einnehmen. Ein echter Kritikpunkt ist der HDD Käfig, wo angeblich 2x 3,5 HDDs ihren Platz finden sollen. Ich habe es nicht hinbekommen 2 Stück zu verbauen, weshalb ich einen Schlitten entfernen musste. Hier werde ich mein Glück noch mit kürzeren Schrauben versuchen, denn da die Festplatten durch Gummipuffer gelagert werden habe ich etwas Spiel.
    Es gilt beim Einbau zu beachten, dass man zuerst die Halterung für das Netzteil entfernt bevor man die Kabel verlegt. Das Netzteil wird nämlich von außen in das Gehäuse geschoben und dann mittels eines Rahmen fixiert. Wer schwere Netzteile nutzt muss sich ebenfalls keine Gedanken machen, denn neben dem Rahmen liegt es noch auf kleinen Säulen auf, sodass es gestützt wird und zusätzlich noch Abstand zum Boden hat, was für eine bessere Kühlung sorgt.

    Das Verlegen der Kabel gestaltet sich einfach. So bietet das Gehäuse ausreichend Platz hinter dem Mainboard-Tray und erlaubt zudem das Durchführen über dem Mainboard. Viele werden wohl das Problem kennen, dass sie das Stromkabel der CPU quer über das Board legen müssen, weil sich nur auf der rechten Seite die Durchführungen befinden. Hier hat man die freie Wahl ob man die Kabel von unten, oben oder rechts an das Board führen möchte.

    Was die Kühlung betrifft habe ich als Referenzsystem das Gehäuse meiner Freundin ein klassisches Uralt-Gehäuse, wie es wohl jeder zuhause stehen hathatte zur Seite gezogen, da sich hier der Ausbau leichter gestaltet hatte als in meinem alten DELL Case.
    Getestet wurde die Temperatur von CPU FX6300 und GPU HD7800 unter Volllast über eine Dauer von 30 Minuten.
    Während die Temperatur der CPU in beiden Gehäusen den gleichen Wert aufwies, blieb die Grafikkarte unter gleichen Bedingungen im neuen Gehäuse satte 5 kühler.
    Vermutlich wäre hier auch noch eine bessere Kühlung möglich, denn durch die Front kommt leider keine Luft in das Gehäuse. Entfernt man die Glaspaneele von den Seiten, so sieht man zwar Luftschlitze, welche eine ordentliche Zufuhr gewährleisten würden, doch werden diese von dem Glas verdeckt. Meine Vermutung ist, dass hier das gleiche Skelett von einem anderen Modell verwendet wurde, wo diese Schlitze Sinn machen. So bleibt den Frontlüftern nicht viel mehr übrig als die Luft aus dem Boden und der Decke zu ziehen. Schade.

    Auch die Staubfilter wirken auf mich nicht sonderlich überzeugend. In der Decke befindet sich zwei leicht versetzte Lochgitter, welche den Staub abhalten sollen. Positiv ist, dass sich dieser Staubfilter ohne Werkzeug entfernen lässt. Im Boden wurde ein deutlich feineres Sieb verbaut, wo ich mir durchaus vorstellen kann, dass es auch Wirkung zeigt. Leider muss man für die Demontage nicht nur zum Schraubenzieher greifen, sondern gleich das ganze Gehäuse auf die Seite legen um die Filter zu erreichen.

    Was die Geräuschkulisse betrifft, so lässt sich zu dem Referenzgehäuse ein deutliche Verbesserung erhören. Bewegliche Teile wie HDDs und auch die vom Werk verbauten Lüfter sind auf Gummi gelagert, sodass sich die Vibrationen nicht auf das Gehäuse übertragen können. Leider ist keine Steuerung für die Lüfter verbaut und es handelt sich auch um keine 4-Poligen PWM Modelle, sodass sich die Steuerung deutlich schwieriger gestaltet. So schön ich die Optik der Lüfter auch finde, hier überlege ich auf PWM-Modelle umzusteigen, denn im IDLE müssen die Lüfter nicht auf voller Leistung drehen, selbst wenn sie nicht allzu laut sind.

    Der Preis von ca. 150 Euro für ein E-ATX fähiges Gehäuse mit tempered glass und Aluminiumpaneelen sucht seines Gleichen. Neben dem zeitlosen Design überzeugen auch die kleinen Details, wie die Gummipuffer zur Entkopplung, Netzteilabdeckung, Kabelführung, hochwertige Materialien und eine vorbildliche Verarbeitung ohne scharfe Kanten. Mit an Board sind zudem gleich 3 Lüfter, welche durch ihre LEDs optisch gut in das Gehäuse passen. Kritik erntet das Gehäuse für die Luftversorgung in der Front. Hier hätte man eventuell das Glas etwas weiter hinten platzieren können und einen schmalen Streifen mit Luftschlitzen verbauen können. Auch der Staubfilter in der Decke ist wenig funktional, hier hätte man einen deutlich feineren Filter verbauen können. Wer Lüfter in der Decke platziert und diese nach außen Pusten lässt könnte so eventuell den Einfall etwas dämmen.

    Zusammenfassend spreche ich jedoch eine klare Kaufempfehlung für alle aus, die ein schickes und schlichtes Gehäuse aus hochwertigen Materialien suchen und dafür nicht weit über 150 Euro ausgeben möchten.
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