Shuttle XS35GT V2 (PEB-XS35G201)

Ratings and opinions for Shuttle XS35GT V2 (PEB-XS35G201)

Facts/Features:
Price-performance ratio:
Quality:
support:
Overall rating: 89%
4.58 of 5
based on 3 ratings and 1 user reviews.
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Showing 1 Nutzerkritik
  • Möhre on 09/27/2011, 01:30
    positive rating
    Ich habe das Shuttle XS35GTV2 nun ca. 4 Wochen in Betrieb, daher ist es Zeit für ein erstes Statement:

    Direkt nach dem Auspacken war ich über die Verarbeitungs-/Materialqualität enttäuscht. Das Ganze sah für mich nach einem matten Metall-Gehäuse aus, es ist aber nur recht labiles, wackeliges Plastik mit hübsch matter Optik. Beiliegt ein multilinguales Schnellstart-Poster und eine Windows-Treiber-CD. Mehr Gebrauchsanleitung gibt es nicht (braucht man auch nicht wirklich).


    Das Öffnen des Gehäuses war schon die erste Herausforderung - laut Plan gibt es hinten eine Schraube... An jener Stelle fand ich jedoch nur einen Gummipropfen. Nach längerem Rätseln entschloss ich mich diesen mit einem Schraubenzieher herauszubröckeln (er ging leider dabei kaputt), aber zutage kam die erhoffte Schraube - schlecht gelöst, Shuttle!
    Direkt nach herausdrehen der Schraube fielen beide Seitenteile ab (das passiert einem automatisch, wenn man vorne am Gehäuse gegenhält, da sich die Seitenteile nur entfernen lassen, wenn man diese 2mm nach hinten schiebt).


    Innendrin offenbart sich ein kleines Feuerwerk an Platinenschnipseln, bestehend aus USB-Ports, Kartenleser und WLAN-Modul. All diese kleinen Platinen sind am Gehäuse separat angeschraubt, weshalb es hier und da ein wenig Spiel hat. Sehr prägnant ist der riesige, schwarz eloxierte Kühlkörper mit Heatpipe, welcher etwa 40% der Fläche belegt (auf der CD-Rom Seite vielleicht 30%). Zusätzlich viel auf, dass die WiFi Antennenzuführung direkt am RAM-Slot vorbeiläuft - ich halte dies pauschal für unglücklich. Das WLAN habe ich jedoch bisher nicht genutzt (ist für HD Streaming auch eher eine schlechte Idee).

    Der Einbau des Ram-Moduls war problemlos, der Untergrund gab nicht nach - ich hatte daher keine Angst etwas durchzudrücken. Etwas problematischer war da der Einbau der 2,5" SSD-Festplatte: Die beigelegten Schrauben haben einen Klecks Lack auf dem Gewinde, der das Eindrehen der Schrauben mit einem nicht 100% passendem Schraubendreher verhindert, da man nicht genug Kraft übertragen kann. Ich habe die Schrauben hierdurch 2-3 Mal überdreht, woraufhin diese auch nicht mehr zu gebrauchen waren (schlechtes Material). Also alles wieder raus und die eigenen PC-Standardschrauben genommen - wunderbar. Ein CD-Laufwerk habe ich nicht eingebaut.


    Das Schließen des Gehäuses stellt auch eine kleine Herausforderung dar: dadurch, dass die Seitenteile recht wabbelig sind, bekommt man im stehenden Zustand nicht alle Haken in ihre Öffnung, weil immer irgendeiner "raushängt". Deutlich einfacher geht das Ganze in Seitenlage (mit montiertem Sockel nur an einer Tischkante, da sonst keine Seitenlage möglich ist).

    (An dieser Stelle sei gesagt, dass die Arie des Gehäuseöffnens und -schließens gottseidank nicht so oft vorkommt und sich hier vielleicht schlimmer liest, als sie wirklich war. Ich fand es jedenfalls auffällig fummelig.)


    Die Installation des gewünschten Ubuntu 11.04 + XBMC hat mich viel Geduld gekostet - was aber wohl eher der Kombination Ubuntu, XBMC und meiner Unwissenheit zum Thema ION2+X-Server als der Hardware selbst zuzuschreiben ist. Im BIOS des Gerätes lässt sich nicht viel mehr als die Bootreihenfolge einstellen. Zwei Tage testen brachten mich jedoch zu dem Ergebnis Ubuntu 11.04 in 32bit zu nutzen und die xorg.conf anzupassen (Option "DynamicTwinView" "false"; Option "TrippleBuffering" "true"; Modes manuell hinzufügen - siehe http://forum.xbmc.org/showthread.php?t=100898). Ich habe nun 95% ruckelfreies Bild mit videoabhängiger Frequenzumschaltung. An den letzten 5% arbeite ich noch. Szenenweise gibt es manchmal Mikroruckler.


    Der Betrieb des Shuttles ist gänzlich lautlos und stabil, was mich sehr erfreut! Leider geht die Passivkühlung auf Kosten der Temperatur. Das Gerät erinnert nach zwei Stunden Full-HD an einen Toaster. Ich rate jedem das Gerät vertikal auf seinem Sockel an der offenen Luft zu betreiben!!! Ein geschlossener Schrank würde vermutlich den Tod bedeuten, da der Kühler selbst an der frischen Luft 82°C erreicht. Diese Temepratur habe ich mit einem Infrarot-Thermometer gemessen, während der nVidia-Treiber gleichzeitig der Ansicht war, das der Kern bei 64°C lag - hmm. Auf Anfrage beim Shuttle-Support sagte man mir:
    "Die Temperaturen sind durchaus im normalen Bereich für die Hardware.
    Einige ICs sind bis zu einer Temperatur von 100-125°C ausgelegt und
    funktionieren bis zu diesen Werten ohne Einschränkungen."
    Das externe Netzteil scheint jedoch definitiv unter Temperaturprobleme zu leiden. Dort berichtet mein Thermometer 42°C am Kunststoffgehäuse und inzwischen pfeifft es ein wenig - vermutlich stirbt ein Kondensator langsam seinen Hitztod. Die Temperatur im inneren kann ich auch nur erraten.

    Die Festplattenperformance ist ein wenig schlecht (meine Samsung-SSD kommt einfach nicht über die 90MB/s hinaus). Dies mag aber auch eine Art Treiberproblem sein. Ich kann damit leben, da es für alle Arten Filme reicht.

    Die CPU idelt bei etwa 5-10% pro Kern während des Filmguckens rum - Sehr gut!


    Fazit:
    Ich bediene Das Gerät über eine Logitech DiNovo Mini und nutze eine externe Audigy2 ZS mit Toslink zum Receiver. Die Videos spiele ich per Samba-Share über Gigabit Ethernet zu. Angeschlossen ist ein Samsung LE 40 656A per HDMI. Dies alles funktioniert einwandfrei. Alle Videos laufen identisch flüssig (VC-1, h264 und was man sonst noch auf Blu-Rays findet). Es gab bisher weder Aussetzer noch andere Merkwürdigkeiten, die auf thermische Probleme hinweisen. Der Sound läuft in meiner Konstellation sogar am besten - ohne jeglichen Aussetzer, egal ob Passthrough oder Softwaredekoding.
    Auch wenn Material, Hardwareinstallation und Temperatur besser sein könnten, erhält man hier ein gut funktionierendes, lautloses Gerät, welches gut auf einem Fernsehschrank oder im Regal betrieben werden kann.
    Für mich als Noiseless-Fanatiker definitiv eine gute Wahl.
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