SelfSat H30D4

Ratings and opinions for SelfSat H30D4

Facts/Features:
Price-performance ratio:
Quality:
support:
Overall rating: 78%
4.12 of 5
based on 4 ratings and 2 user reviews.
Product recommendations:
75.00% recommend this product.
Showing 2 user reviews
  • One Off on 02/10/2012, 17:28
    negative rating
    Ich hatte mir diese koreanische Antenne (in der Twin-Variante) bestellt, dann aber doch zurückgegeben. Entwickler und Hersteller ist "Idoit" in Seoul, Korea (i-do-it.co.kr).

    Dann bei mir getestet unter bedecktem, aber trockenem Wetter. Signalqualität (SNR = 7-11 dB) war recht deutlich unter einer Technisat 60-cm-Schüssel eines Bekannten (bei gleichem Receiver) (SNR = 12-16 dB). Bei der Selfsat wurden für einige Transponder vom Receiver schon Bit-Error-Raten (BER) gemeldet, auch wenn die durch die Fehlerkorrektur meistens noch abgefangen werden konnten. Dennoch war mein Vertrauen in eine Schlechtwetterreserve damit zusammengesunken.

    Obwohl die Antenne offenbar an sich schon eher schwach ist, dürfte eine mit-Ursache für die schwächeren SNR (hier in Deutschland), dass seit 11/2011 gleich neben dem Astra ein ebenfalls starker "Störsender" (Eutelsat W3C) auf Sendung gegangen war. Betroffen sind auch große, wichtige Transponder, am stärksten die HD-Programme von Sat1 / Pro7 / Kabel1 / Sixx auf Astra 11464H (kollidiert nun mit dem 11471H auf dem W3C, bei schlechteren Antennen, so wie hier). Einfach z.B. mal Hifi-Forum-Artikel "Empfangsstörungen bei HD+ durch neuen W3C-Satellit" googeln.

    Obwohl ich die privaten HD-Programme (noch) nicht nutze, sah ich bereits bei sämtlichen den von mir genau untersuchten Free-TV-Transpondern (aus Hi/Lo-Band; horizontal/vertikal) die etwas ramponierten SNR-Signalqualitäten im Vergleich zu einer ganz gewöhnlichen 60er-Schüssel.

    Die Selfsats (eigentlich alle Flachantennen dieses Bauprinzips) haben keine gute Richtungs-Trennschärfe, so dass die Nachbarsatelliten offenbar leicht die Signalqualität herunterdrücken können.
    Für technisch interessierte: Sie ist eine "Phased Array"-Antenne und leidet als solche recht heftig unter sehr starken "Gitterkeulen". Für weniger technisch interessierte in einfachem Deutsch: Sie sammelt viel von dem Strahlungsmüll mit ein, der ihr von rechts und links vom Astra von anderen Satelliten so um die Ohren fliegt ;) Die Richtcharakteristik ist dermaßem mies (zerklüftet), dass vom Hersteller nie ein Antennen-Emfpindlichkeitsdiagramm veröffentlicht wurde. Man kann das aber zuhause einfach nachvollziehen (ich konnte das), indem man versucht, "Millimeter für Millimeter" den Himmel abzuscannen. Die Gitterkeulen täuschen viele Geistersatelliten(positionen) vor, die die scheinbare Satellitendichte nochmal vervielfachen (etwa verfünffachen). Der stark strahlende W3C wird von so einer Nebenkeule leider fast voll "erwischt", so dass er als Störer einstrahlt und die Signalqualität verringert.

    Mit den Schüsseln hat man diesen Ärger nicht (da sie keinerlei Gitterkeulen haben), aber Schüsseln wiederum sollten lt. dem Artikel wohl besser eine gewisse Mindestgröße haben (um eine gute Trennschärfe zu behalten).

    Der Transponder mit DMAX, Tele5 etc. hatte extreme Schwierigkeiten mit der Selfsat. Das ist der Transponder, der durch Schnurlostelefone und deren Basisstationen (eigene oder die der Nachbarn) gestört wird, wenn entweder die Verkabelung, oder die Steckerkonfektionierung, oder (so wie bei meiner Selfsat) die Antenne nur minderwertig gegen sowas abgeschirmt ist. Kaum erstaunlich, denn ihr Gehäuse ist von allen Seiten jedenfalls nur aus Plastik, und intern verlaufen wohl zusammengezählt einige Meter schlecht abgeschirmte Dünnkabel zu den Einzel-Elementen; für angemessen abschirmende 8-mm-dicke Kabel ist da natürlich kein Platz, dann wäre die Antenne ein Würfel ;)

    Vorteil der Selfsat ist ihr gutes Aussehen. Senkrechtmontage könnte manchmal sogar noch verführerischer sein (je nach optischen Gegebenheiten), allerdings wird die horizontale Trennschärfe (somit der Astra-Empfang) noch mal schlechter, so dass diese Option flachfällt (selbst wenn man sich die Umprogrammierung des Receivers als Einmalaufwand auf sich genommen hätte).

    Alternative? Viele Miteigentümerverträge oder Mietverträge untersagen ja Satellitenantennen (egal ob Schüsseln oder Flachantennen), und je höherwertige die Wohnanlage, desto eher wird die Fassade von pingeligen oder neidischen Wohnungseigentum-Selbstbewohnern oder Mietern mit Argusaugen überwacht ;) Jegliche Antenne hätte ich daher eh innerhalb des Hauptbalkons montieren wollen bzw. müssen. Der Astra-Einfallswinkel ist mit ca. 50% Gefälle aber steiler als man schätzt, somit konnte ich jede Antenne in der Ecke mit Balkonfußboden-Berührung montieren. Übrigens auch bei kleineren (Neben-)Balkons würde eine Antenne wohl nie über die Brüstung hinausragen müssen - das entscheidende Kriterium für "Unangreifbarkeit".

    Wegen diesen optischen Rahmenbedingungen (und der Flachantenne-Enttäuschung) habe ich mir nun die Technisat Digidish 45 gekauft (die Auswahl unter 60 cm ist leider arg klein) und erfolgreich ausprobiert; die halte ich nun (seit der neuen Eutelsat-Nachbarschaft) für die Untergrenze einer Schlechtwetterreserve. Eine 30-cm-Schüssel war mir aufgrund des og. W3C-Artikels als Dauer-Hauptantenne zu riskant.
    Schüssel-Marke ist wohl weniger wichtig, eher auf Materialgüte achten (Rostfreiheit, z.B. Alu), und LNB ggf. upgraden. Gut sind lt. Tests z.B. Inverto oder Smart-LNBs. Ich habe jetzt einen Smart-LNB.

    Achtung: Hier sind möglicherweise Hurra-Rezensionen unterwegs, die sich wie aus Importeur-/Händler-Feder anhören. Wenn sie (so wie ich) erstmal darauf reinfallen möchten und sich die Antenne zur Ansicht bestellen, sollten sie Vorkehrungen treffen, dass es bei der Rückgabe keine Probleme gibt: Kaufen sie sich im Baumarkt vorher Unterlegscheiben verschiedener Größen, sowohl für die Schraubenkopf-Seite als auch für die Mutter-Seite. Laden sie sich z.B. die Bedienungsanleitung herunter, um die Anzahl und Größen solcher Unterlegscheiben zu ermitteln. Dann basteln Sie sich aus Pappe weiche "Unterlegscheiben für die Unterlegscheiben". Grund: An der Stelle, an der eine Schraube festgezogen und anschließend entfernt wurde, ist der Lack anschließend völlig verschwunden. Ein Händler braucht soetwas nicht mehr zurücknehmen, oder kann Lackschäden als deutliche Wertminderung abziehen. Die Lackierungshaftung ist leider tatsächlich minderwertig (also keine Einbrennlackierung o.Ä.). Da ich in anderern Rezensionen/Foren zudem von Rostanfälligkeit des Gestänges (einmal sogar von völliger Durchrostung!!) gelesen hatte, ist das Problem ernst zu nehmen. Eine derartige Minderwertigkeit bei dem Preis ist mir völlig unverständlich. Meine neue Technisat jedenfalls kostete die Hälfte und dennoch ist dort alles (auch die tragenden Teile) aus Voll-Aluminium.

    Genauso schlampig bzw. mängelbehaftet wie die Materialauswahl und Fertigung ist die Bedienungsanleitung, dort ist die Zuordnung von Schrauben zu Löchern teilweise fehlerhaft/vertauscht. Dies ist auch nicht nur ein koreanischer Übersetzungsfehler, da die Bildanleitung davon betroffen ist. Bitte behalten sie dies im Hinterkopf, wenn sie die Antenne doch ausprobieren wollen, und sich dann zwischendrin wundern.

    Vermutlich wurde diese koreanische Antenne für die dortigen Verhältnisse entwickelt (trocken, Rost-verzögerndes Klima, und nur geringe "asiatische" Satellitendichte?). Für den Einsatz in Korea wären vieleicht mehr Sterne zu rechtfertigen, als bei uns.

    Stichwort un-koreanisches Wetter: Riskant ist noch das europäische Schnee-Risiko, da die Selfsat mit ca. 30° deutlich nach hinten geneigt ist. Auf vergleichbar geneigten Heckscheiben von Autos würden sich über Nacht schon mal deutliche Schneehauben bilden. Bei der Selfsat brach bei mir der Emfpang bereits völlig zusammen, als ich nur mal ein feuchtes (ausgewrungenes) Tuch testweise darüber ausgebreitet hatte. Echten Schneefall konnte ich selbst nicht mehr austesten, ohne die Rückgabefrist zu gefährden. Eine Antenne, bei der ich alle 10 Minuten wg. schwarzem Bild "raus zum Schneeputzen" muss? Da wollte ich dann doch lieber eine Antenne, die auch in Schneewintern während meiner Abwesenheit (über Nacht, auf Arbeit) unbeaufsichtigt Sendungen aufnehmen kann ;)
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  • walterring on 03/17/2011, 08:18
    positive rating

    Funktioniert super

    Overall rating: (5.00)
    Ich war ja vorerst etwas skeptisch, ob diese kleine "Schüssel" ausreichend Signalqualität bringt. Meine Befürchtungen bestätigten sich in keinster Weise, die Antenne funktioniert ausgezeichnet, auch bei Schlechtwetter (Wien, Astra 19.2E).

    Der 4-fach LNB hängt bei mir auf einer Reelbox Avantgarde mit 4 Tunern, ich habe:
    95-100% Signalstärke
    60-90% Signal to Noise Ratio
    Biterrorrate: 0
    Uncorrectable Errors: 0
    Und das auf allen Transpondern

    Durch die Größe und Leichtigkeit war die Montage unproblematisch und die Ausrichtung ein Kinderspiel.

    Also ich bin begeistert und kann dieses Produkt uneingeschränkt empfehlen.
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