Ich habe mir auch einen Phenom II X2 555 BE gegönnt; und ich bin hochzufrieden damit. Gekauft habe ich ihn bei Bauer's Computermarkt. Das erwähne ich, weil ich dieses Mal das Glück hatte, einen zu erwischen, der sich zum Quad-Core freischalten lässt. Vorher hatte ich schon mal einen Phenom II X3 (705e) bei Mindfactory gekauft, und da ließ sich der 4. Kern nicht freischalten. Nach dem Phenom II X3 habe ich mir erst einmal einen Phenom II X4 (925) zugelegt. Der lief aber nicht richtig rund. Er ließ sich nicht undervolten und kam mir irgendwie unstabil vor. Ein Schrott-Teil sozusagen. Es reichte aber aus, um herauszufinden, was ein 4. Kern denn nun wirklich bringt: nicht so wirklich viel. Angenehm, aber nicht wirklich notwendig. In diversen Tests ergab sich folgende Lastverteilung: war der 1. Kern zu 100% ausgelastet, so folgten Kern 2 und 3 mit jeweils 50% und der 4. Kern kam nur auf eine Auslastung von 25%. Ein 4. Kern ist also eher etwas für die Psyche und zum Wohlfühlen. Doch zurück zum Phenom II X2 555 BE. Dieses Mal kaufte ich ihn bewusst in Bayern, weil ich es seltsam fand, dass sein Vorgänger, der Phenom II X2 550 BE, in Bayern so beliebt war, was in diversen Magazinen (mit bayerischem Ursprung) nicht zu überlesen war. Auch ist der AMD Deutschland Hauptsitz ja in B. Ich konnte mich also des Verdachts nicht erwehren, dass da VIELLEICHT irgendwas dran gedreht wurde. (Mit der Zeit kennt man ja seine Pappenheimer.) Das Board, auf dem ich den Prozessor zum Quad-Core freigeschaltet habe, ist ein Asus M4A785D-M Pro. Alle Kerne sind auch stabil. Ganz selten habe ich es erlebt, dass sich das Bios von alleine zurückgestellt hat, oder die 2 zusätzlichen Kerne nicht erkannt wurden. Inzwischen passiert das nicht mehr. (Warum auch immer.) Die Original-Werte für die P-States sahen wie folgt aus: P0 bei 3200 MHz mit 1,300 V, P1 bei 2500 MHz mit 1,200 V, P2 bei 2100 MHz mit 1,100 V und P3 bei 800 MHz mit 0,950 V. Ich nahm mir viel Zeit und testete durch, was bei den einzelnen P-States für Undervolting-Potential bestand. Dazu mal keinen weiteren Details (wegen der Beitragslänge). Das Ergebnis sieht wie folgt aus: P0 bei 3200 MHz mit 1,2000 V, P1 bei 2100 MHz mit 1,1000 V, P2 mit 1600 MHz bei 1,0125 V und P3 bei 800 MHz mit 0,8750 V. Die MHz-Zahlen bei den P-States sehen etwas anders aus als beim Original, weil es mir wichtiger schien, die ca. 0,1 Volt-Schritte einzuhalten. (Die P1- und P2-Werte stammen vom 925.) Nun läuft er absolut rund und ich bin happy! Der Stromverbrauch im Leerlauf sank auch aufgrund des neuen Stepping um etwa 7 Watt. Als reiner Dual-Core, der er eigentlich ist, fände ich ihn wohl nicht so toll. Da reicht er zwar meistens, aber eben nicht immer. Da kann es in Extrem-Situationen in Spielen schon mal zu einem Ruckler kommen. Laut Prime95 ist der 3. Kern 2% schneller und der 4. Kern 1% langsamer als die beiden originalen (nach einem 5 Stunden Test). Die CPU-ID in CPU-Z ist "29" und nicht "13" wie beim original 955 (für die Abergläubischen unter uns). Die verwendete K10STAT-Version ist 1.41. Super-PI benötigt für 1M 21,5 Sekunden. Die CrystalMark 2004R3 Werte (für ALU und FPU) schwanken zwischen 48000 und 50000. (Durch den L3-Cache verbessert sich der MEM-Durchsatz im CrystalMark-Bench drastisch.) Ich hoffe, ich konnte helfen.