Ich habe das Gerät jetzt seit mehreren Monaten im (fast Dauer-)Einsatz und bin sehr zufrieden damit und würde es mit sofort wieder kaufen.
Die Akkulaufzeit liegt bei normalen Gebrauch zwischen 2 und 3 Stunden (je nachdem, ob WLAN eingeschaltet und wie hell das Display eingestellt ist). Das Netzteil ist schön klein und die Kabel daran auch lang genug, um es entweder unter oder auf den Tisch zu stellen.
Das Display selbst spiegelt zwar, ist Dank seiner Helligkeit und dem guten Kontrast aber im Normalfall sehr gut zu lesen. Nur wenn eine starke Lichtquelle (bei mittlerer Raumhelligkeit) direkt in "Spiegelrichtung" liegt, wird es unangenehm mit der Blendung. Die Schriftgröße könnte für manche Leute evtl. ein Problem herstellen, was aber bei den meisten Netbooks dieser Art der Fall sein dürfte.
Die Tastatur ist von der Größe und von der "Schreibgenauigkeit" her in Ordnung, einziges Manko ist, daß man ab und an beim Tippen aus Versehen mit dem Daumen die Scroll-Funktion des Touchpads aktiviert (daher habe ich diese Funktion in den Einstellungen abgeschaltet).
Das Touchpad selber ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nur, weil die Tasten rechts und links davon angeordnet sind.
Die Verarbeitung ist bei meinem Gerät tadellos.
WLAN funktiniert sehr gut und ohne Probleme (in verschiedenen Netzen ausprobiert). Von den Anschlüssen her lässt das One kaum Wünsche offen, auch wenn andere Leute den fehlenden Digitalausgang bemängeln - mir reicht der analoge VGA-Ausgang vollkommen aus.
Ich habe mir zusätzlich zu dem Netbook noch eine Logitech NX20 Maus und einen Slim Line CD Brenner (für knappe 30€) gekauft, die ich Dank der 3 USB Ports auch gleichzeitig anschließen kann (damit brenne ich im Urlaub meine Fotos von SD-Karte auf CD.
Der SD-Kartenleser funktioniert auch tadellos, ich habe bisher alle möglichen SD-Karten von allen möglichen Herstellern von 8 MB bis rauf zu 8 GB ausprobiert. Die "Erweiterung" der internen SSD mittels SD-Karte funktioniert uach sehr gut, ist aber gewöhnungsbedürftig, sobald man auf Kommandozeilenebene arbeitet (Das home Verzeichnis zeigt NICHT auf das erweiterte POSIX-Directory, welches man unter /mnt/user findet!).
Apropos Software: nachdem man einmal das "echte" Menü freigeschaltet hat, kann man sehr viel verschiedene Software über das entsprechende Toolkit installieren. So läuft z.B. Battle of Wesnoth oder alles, was man an DOOM/HEXEN etc. als Freeware installieren kann, wunderbar. Als erstes kam bei mir Opera, eine komplette Compilerumgebung und natürlich der Emacs auf die Kiste. DOSBOX und Wine laufen auch tadellos, womit einem schon eine ganze Palette an Spielen zur Verfügung steht.
Zu Hause ist das Gerät inzwischen meine "Standard-Surf-Station" geworden, dank mehrfach USB und Sound-Umschalter und TFT-Monitor mit via Tastendruck umschaltbarem digital und analog-Eingang ist auf dem Schreibtisch viel Platz, während ich für die "anspruchsvollen" Spiele meinen Powerrechner schnell benutzen kann (Dank der Umschalter auch gleichzeitig!).
Die Auflösung am externen Monitor kann mittels Menü leider nur auf 1024x768 umgeschaltet werden, aber mit xrandr (und entsprechendem Tweak der Xorg Konfiguration) funktionert 1280x1024 am externen Monitor auch ohne Probleme. Allerdings wird das Gerät bei dieser Auflösung dann doch etwas zu langsam, um Vollbild-Videos ohne Aussetzter/Hänger abzuspielen, aber dafür ist es ja auch nicht wirklich gedacht... ;)
Selbst für kleinere Entwicklungsarbeiten mache ich inzwischen den "großen" PC kaum noch an, sondern erledige auch diese auf dem Netbook - bei großen Projekten ist allerdings die SSD-Platte die wirkliche Einschränkung (welche man natürlich durch Einsatz eines NAS oder einer externnen USB-Platte ganz gut umgehen kann)
Zum Support kann ich keine wirkliche Aussage treffen, da ich ihn bisher noch nicht gebraucht habe. Die automatischen Updates für Linpus Linux funktioneren gut - solange man daran denkt, seine (per Hand auf Kommandozeilenebene gemachten) geänderten Systemfiles zu sichern, z.B. für das Schnellstartmenü usw..
Zusammenfassend kann ich nur sagen, daß der Acer Aspire One A110L jeden einzelnen Cent wert ist, den ich dafür ausgegeben habe und daß ich ihn inzwischen nicht mehr missen will. Meines Erachtens ist dieses Gerät die (fast) perfekte Kombination zwischen Größe, Preis und Leistung. Für längere Flugreisen werde ich mir allerdings wohl noch den 6-Zellen-Akku dazu kaufen.
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